Urbanes Umfeld im Wandel: So gelingen lebenswerte Städte

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September 19, 2022

Es ist Aufgabe des Staates, beim Schritt von der Stadt 4.0 zur Stadt 5.0 ein integratives, sicheres, resilientes und nachhaltiges Umfeld zu schaffen.

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Städte wachsen und verändern sich rasant − so viel steht fest. Tatsächlich hat die rasche Urbanisierung in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass inzwischen mehr als 56 Prozent der heutigen Weltbevölkerung in Städten leben. Angesichts dieser Wanderbewegung in die Städte steht der Staat vor der Herausforderung, die Dienstleistungen für seine Bürger zu erbringen, die in einem Umfeld benötigt werden, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt, Lebensqualität bietet und Nachhaltigkeit großschreibt.

Lebensqualität für die Bürger betrifft die Themen Sicherheit, Zeit, Gesundheit, Umwelt, Vernetzung, Arbeitsplätze und Lebenshaltungskosten. Es bedeutet ferner, dass die Bürger nicht durch Technologie behindert werden und dass der ständige Zugang zu Dienstleistungen der öffentlichen Hand sichergestellt sein muss. Haben nicht alle gleichberechtigt Zugang, sorgt das für Konflikte und führt zu Unruhen. Die UN hat festgestellt, dass die Städte der Welt zwar nur drei Prozent der Landfläche einnehmen, aber für 60-80 Prozent des Energieverbrauchs und 75 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich sind. Der Staat muss Lösungen dafür finden, wie sich eine unkoordinierte Zersiedelung und eine Überlastung der Infrastruktur und Dienstleistungen (u. a. Abfall-, Wasser- und Abwasserbewirtschaftung sowie Straßen und Verkehr) verhindern lassen.

Von der Stadt 4.0 zur Stadt 5.0

So schnell, wie Ballungsräume wachsen, müssen sie sich auch weiterentwickeln. In den letzten 20 Jahren haben sich Smart-City-Initiativen auf den Einsatz vernetzter digitaler Technologien zur Automatisierung von Prozessen konzentriert — bekannt als Stadt 4.0. Jetzt ist der Moment für den Umstieg von Gebäudeinfrastrukturen, die schlicht Geräte in Service-Silos verbinden, hin zu einer ganzheitlich vernetzten Stadt 5.0 gekommen.

Es gibt zwar keine feste Definition, aber es besteht weitgehend Konsens darüber, dass die Stadt 5.0 Technologie nutzt, um alles und jeden miteinander zu verbinden, damit lebenswertere Städte entstehen. Aktuell liegt der Fokus darauf, digitale Intelligenz zur Lösung öffentlicher Probleme zu nutzen, damit sich möglichst die Lebensqualität der Bürger verbessert. Darüber hinaus können Echtzeitdaten dem Staat zeitnahe Informationen liefern, um Probleme zu erkennen und schnell mit potenziell kostengünstigeren Lösungen zu reagieren.

Die Stadt 5.0 spielt sich jedoch nicht im luftleeren Raum ab. Veränderungen, die in Smart Cities stattfinden, spiegeln wider, wie sich die industrielle Welt entwickelt. So konzentrierte sich die Industrie 4.0 bis vor Kurzem auf eine intelligentere und effizientere Produktion. Die Industrie 5.0 bewegt sich jedoch in Richtung digitaler Technologien, die die gesellschaftliche Rolle der Industrie, ihren Beitrag zur Gesellschaft stärken. Experten zufolge berücksichtigt die Industrie 5.0 das Wohlergehen der Arbeitnehmer und setzt neue Technologien ein, damit ein Wohlstand entsteht, der über Arbeitsplätze und Wachstum hinaus geht, und respektiert dabei, dass unser Planet Produktionsgrenzen hat.

Der Staat ist gefragt

Es wird Sache des Staates sein, die Stadt 5.0 zu verwirklichen. Da die Bürger letztlich die Kunden des Staates und seiner Behörden sind, werden Amtsträger von ihren Wählern in der Frage zur Rechenschaft gezogen, welche öffentlichen Investitionen die richtigen zur richtigen Zeit sind. Die Herausforderung wird darin bestehen, den Bedarf zu decken, denn es ist nicht garantiert, dass die öffentlichen Haushalte mit dem Wachstum der Stadtbevölkerung Schritt halten werden. Der Staat muss effizient sein, um die Fragen der Zukunft zu meistern und gleichzeitig den Erwartungen der Bürger zu entsprechen. Ohne maschinelles Lernen (ML), Internet der Dinge (IoT) und künstliche Intelligenz (KI) wird die intelligente vernetzte Stadt 5.0 von morgen nicht zu bauen sein.

Die Lösungen von Alcatel-Lucent Enterprise für vernetzte Städte sind ein möglicher Ansatz. Unsere belastbaren, sicheren Kommunikations- und Netzwerklösungen sind in der Lage, dem Bedarf der Städte beim Thema Nachhaltigkeit gerecht zu werden. So kann durch die Vernetzung von Gemeinden, Behörden und städtischen Ökosystemen eine bessere, ausgewogenere Lebensqualität in Ballungsräumen entstehen.

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Xavier Mongin

Global Director for the hospitality sector, Alcatel-Lucent Enterprise

Xavier Mongin is the Global Director for the hospitality sector at Alcatel-Lucent Enterprise, based in Dubai. He has more than 20 years of experience in the hospitality industry. Prior to this role he managed South East Europe, Africa, Turkey, India and the Middle East/Africa regions. Xavier is an excellent communicator with extensive experience in complex negotiations across diverse cultures. With a desire to share his experience and passion for innovation, he has co-founded a number of entrepreneurship ventures and mentored multiple start-ups.

Xavier is a member of the French Business Council, French Tech Dubai and a Hyperloop Transport Technologies contributor.

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